Haben wir die letzten Tage nicht immer wieder Schlagzeilen im Blick am Abend gelesen die sich um die Gesundheit des Bärens drehten? Aber doch wenig wie es dem angegriffen Jungen geht? Ja standen da nicht unteranderem nachfolgende Schlagzeilen in der Zeitung oder auf Twitter?
Und heute steht im Blick am Abend “Knutisierung der Gesellschaft – Was ist hier falsch: Der angeschossene Bär erzeugt mehr Mitgefühl als der schwerverletzte Behinderte.” Ja und das Beste kommt heute auf der Seite 5. Der Chefredaktor Peter Röthlisberger gibt einen Kommentar ab, z.B. “Das Fazit nach vier tagen Berichterstattung: Die Haltung eines Grossteils des Publikums ist pervers.” oder “«War der Schuss auf Finn wirklich nötig?» Die Frage ist Blödsinn. Hätte ein Wolf oder ein Kampfhund ein Kind angegriffen, wäre auch der letzte Naturverklärer mit dem Schuss einverstanden gewesen.” Ach ja man erinnere sich, dass der böse Bär aus dem Gehege ausgebrochen ist und den ersten Menschen den er traff zu fressen versuchte. Oder wie war das genau Herr Röthlisberger?
Mich beschleicht das Gefühl, dass der Chefredaktor seine eigene Zeitung nicht liest! Oder hat er nicht mitbekommen, dass auch sein Blatt den Bären zum heimlichen Star gekürt hat?! Wie kann ein Chefredaktor einen solchen Blödsinn von sich geben?







